Infomationen für Einrichtungen

Sie möchten sich einen lange gehegten Projektwunsch erfüllen, endlich die Adressdatenbank auf den neusten Stand bringen oder suchen helfende Hände bei der Durchführung von Kulturveranstaltungen? Bundesfreiwillige bringen genau das Richtige dafür mit: Verlässlichkeit, einen persönlichen Erfahrungsschatz, Know-How und jede Menge Herzblut. 

Es gibt viele gute Gründe, warum Ihre Einrichtung von einem Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung profitiert. Mehr als 120 Einrichtungen in Hamburg sind schon dabei, erfahren Sie warum. Sie haben noch Fragen, dann versuchen wir Sie hier zu beantworten. Wenn Ihre Frage nicht dabei ist, fragen Sie uns direkt. Wenn Sie schon überzeugt sind, lassen Sie sich als Einsatzstelle anerkennen – wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt wie es geht.

Fragen und Antworten für Einsatzstellen

Warum sollten wir Einsatzstelle werden?
  • Unterstützung bekommen: Die Freiwilligen unterstützen das hauptamtliche Team verlässlich, engagiert und kompetent. Im Unterschied zu Praktika bietet der BFD eine langfristige Unterstützung: von mindestens 6 bis hin zu maximal 18 Monate.
  • Nachwuchs finden: Freiwillige sind potentielle Nachwuchskräfte für Ihre Einrichtung – viele unserer Freiwilligen wurden als hauptamtliche Mitarbeiter*innen übernommen oder bleiben ihren Einsatzstellen verbunden: Als Multiplikator*innen, als Freiberufliche, als Alumni.
  • Netzwerk: Oft entstehen zwischen den Freiwilligen und der Einsatzstelle enge Beziehungen. Über die Freiwilligen entwickeln sich neue Netzwerke zu anderen Organisationen.
  • Neue Impulse: Die Freiwilligen können wie eine „Frischzellenkur” sein: Sie haben eine eigene Sicht auf Ihre Einrichtung und können dazu beitragen, Ihre Angebote weiterzuentwickeln.
  • Diversität integrieren: Viele Freiwillige haben ungewöhnliche Lebensläufe, bringen die verschiedensten Kulturen und Sprachen mit – sie können dazu beitragen, Ihr Team diverser und vielfältiger aufzustellen. STADTKULTUR HAMBURG bietet als Träger des BFD Welcome vor allem Freiwilligen mit Fluchthintergrund eine spezielle Beratung an.
  • Engagement: Als Einsatzstelle übernehmen Sie gesellschaftliche Verantwortung und leisten eine Beitrag zur beruflichen und persönlichen Orientierung der Freiwilligen.
Wer sind die Freiwilligen?

Unsere Freiwilligen sind Menschen von 23 bis 93 Jahren, z.B….

  • Studienabsolvent*innen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, die erste Berufs- und Praxiserfahrungen sammeln möchten
  • Wiedereinsteiger*innen, z.B. nach der Elternzeit oder nach einem Sabbatical
  • Berufswechsler*innen, Menschen in der Nacherwerbsphase, Vorruheständler*innen
  • ehemalige Au-Pair-Leistende, Geflüchtete und Menschen, die für einen Freiwilligendienst nach Deutschland einreisen
Welche Voraussetzungen müssen wir erfüllen?
  • Die Einrichtung muss eine Kultur-, Jugend-, oder Bildungseinrichtung sein, die im Freiwilligendienst eine gemeinwohlorientierte Tätigkeit anbietet.
  • In der Einrichtung gibt es eine Person, die Freiwillige pädagogisch und fachlich begleitet.
  • Die Freiwilligen werden in der Einrichtung nicht als Ersatz für hauptamtliche Mitarbeiter*innen eingesetzt. Sie übernehmen ausschließlich zusätzliche Aufgaben.
  • Die Freiwilligen werden für die Teilnahme an Seminaren und an Bildungstagen von ihrer Tätigkeit in der Einsatzstelle freigestellt.
  • Die Einrichtung arbeitet mit anderen Einsatzstellen und dem Träger zusammen. Mit dieser Zusammenarbeit wird die Qualität für die Durchführung des Freiwilligendienstes gesichert und weiter verbessert.
Wie werden wir Einsatzstelle?
  1.  Anerkennung beim BAFzA: Bevor es losgehen kann, müssen Sie sich beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) als Einsatzstelle anerkennen lassen. Die Gemeinnützigkeit wird durch einen Freistellungsbescheid o.Ä. nachgewiesen. Wir unterstützen Sie beim Anerkennungsverfahren – melden Sie sich gern für eine Beratung. 
  2. Ausschreibung des BFD-Platzes: Wenn Sie anerkannt sind, können wir Ihren BFD-Platz ausschreiben und eine*n passende*n Freiwillige*n für Sie finden. Wir schicken Ihnen die eingegangenen Bewerbungen zu und Sie wählen die passende Person aus. 
  3. Abschluss der BFD-Vereinbarung: Wenn Sie die passende Person gefunden haben, unterzeichnen Sie die Vereinbarung mit dem/der Freiwilligen. Erst ab diesem Moment entstehen Kosten für Taschengeld und Sozialversicherung. 
    Sie können sich also auch erstmal anerkennen lassen und den Platz zu einem späteren Zeitpunkt besetzen. Hier geht es Schritt für Schritt zur Anerkennung.
Welche Kosten entstehen?

Hier ein Beispiel bei 20,5 Wochenstunden

StundenTaschengeld und SozialversicherungErstattung BAFzARest + Einsatzstellenbeteiligung
20,5303€303€0 + 260€ = 260€ im Monat

Die Einsatzstelle zahlt dem/der Freiwilligen ein Taschengeld sowie die entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge. Der Gesamtbetrag wird vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben mit bis zu 400 Euro erstattet.
Bei einem Alter bis einschließlich 25 Jahren erstattet das BAFzA nur 300 Euro monatlich (aufgrund des Kindergeldanspruchs). Des Weiteren zahlt die Einsatzstelle einen Beteiligungsbetrag von 260 Euro monatlich an STADTKULTUR.
Mehr Informationen zu den Kosten in unserem Merkblatt für Einsatzstellen.

Warum ein BFD mit STADTKULTUR HAMBURG?
  • Das BFD-Team bei STADTKULTUR HAMBURG unterstützt Sie beim Anerkennungsverfahren, übernimmt die Verwaltung und die Kommunikation mit den Behörden.
  • Wir koordinieren das Bewerbungsverfahren und bewerben Ihren BFD-Platz. Wir stehen beratend bei der Auswahl der passenden Person zur Seite, die endgültige Auswahl treffen Sie selbst.
  • Wir organisieren ein vielfältiges und abwechslungsreiches Fortbildungsprogramm für die Freiwilligen. Auch die Ansprechpartner*innen in den Einsatzstellen können nach Absprache teilnehmen. 
  • Wir begleiten die Freiwilligen und die Einsatzstellen bei allen Fragen und Problemen. Bei unserem jährlichen Einsatzstellentreffen können sich alle Einrichtungen vernetzen und sich zu aktuellen Themen im BFD austauschen. 

Anerkennung als Einsatzstelle – Schritt für Schritt

Folgende Schritte sind für eine Kultur- und/oder Bildungseinrichtung zur Anerkennung als Einsatzstelle notwendig.

Alle Unterlagen zum Herunterladen

Wir haben alle Informationen zum BFD Kultur und Bildung in Hamburg in unserem Download-Bereich zusammengestellt. Dort befinden sich auch alle Unterlagen für die Anerkennung als Einsatzstelle.

Die Fakten für interessierte Einsatzstellen

Für 6 bis 18 Monate packen die Freiwilligen für 20 bis 40 Stunden die Woche bei Ihren Vorhaben mit an. STADTKULTUR HAMBURG sorgt als Träger für den Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung dafür, dass beide Seiten Vorteile von diesem Arrangement haben: Die Freiwilligen erhalten professionelle Einblicke in die Kulturarbeit und bekommen von Ihnen eine finanzielle Anerkennung von bis zu 426 Euro monatlich. Zudem sind sie sozial abgesichert. Der Bund erstattet Ihnen als Einsatzstelle einen Großteil dieser Ausgaben. Ihre Kosten belaufen sich auf 260 bis 558 Euro monatlich (Taschengeld, Sozialversicherung und Einsatzstellen-Beteiligung). In Fortbildungen qualifizieren wir die Freiwilligen in Bereichen, die für Sie und die Freiwilligen im Arbeitsalltag wirklich relevant sind. Dadurch ist der BFD eine überzeugende und faire Alternative zu 450-EUR-Kräften oder unbezahlten Praktikanten.

Alle Informationen finden sie bei den allgemeinen Informationen zum BFD, dem A bis Z des Bundesfreiwilligendienstes oder im Merkblatt für Einsatzstellen im Download-Bereich. Sie können Sie sich auch individuell beraten lassen und gleich mit unsereren Koordinatorinnen in Kontakt treten.