Interview: Vom Bundesfreiwilligendienst in die Ausbildung

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) Kultur und Bildung ist mehr als ein Freiwilligendienst – er ist für viele ein ­Weg­weiser: Was passt zu mir? Wo möchte ich hin? Auch Lana-Maria Rehr hat sich diese Fragen gestellt. Sie entdeckte den BFD online, absolvierte ihn in der Schulbibliothek der Stadtteilschule Bergedorf und blieb dort: Heute macht sie eine Ausbildung zur Fach­angestellten für Medien- und Informationsdienste. ­Begleitet wird sie dabei von Kerstin Frank, der Leiterin der Schulbibliothek.

Schultüte zum Ausbildungsbeginn, Foto: Stadtteilschule Bergedorf

stadtkultur magazin: Liebe Lana, ­hattest du vor dem BFD schon eine ­besondere Beziehung zu Büchern, ­Bildung oder pädagogi­scher Arbeit?

Lana-Maria Rehr: Ich mochte Bücher schon immer und habe großen Spaß ­daran, neue Dinge zu lernen. Bildung ist für mich einer der wichtigsten Werte, zu dem jede*r Zugang haben sollte – und Bücher sind der einfachste Weg, Bildung in jeder Form zu vermitteln. Die Schulbibliothek ist ein spannen­der Ort. Hier ist jeder Tag auf der einen Seite ähnlich und auf der anderen Seite vollkommen anders. Neben den Büchern steht vor allem die Betreuung der Schü­ler*innen im Vordergrund.

Wie bist du durch deinen BFD auf die Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste gekommen?

Vor meinem BFD habe ich mein Studium abgebrochen und wusste nicht, was ich in der Zukunft machen möchte. Durch den BFD habe ich mich persönlich weiterentwickelt und mich selbst besser kennengelernt. Ich wusste relativ schnell, dass ich etwas Ähnliches nach dem BFD machen möchte – so bin ich auf die Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste gestoßen. Kerstin hat sich mit viel Engagement informiert, alles Nötige geprüft und einen völlig neuen Ausbildungsplatz in der Schulbibliothek für mich geschaffen. Im September habe ich meine Ausbildung begonnen. Dank meines vorherigen BFD fiel mir der Übergang besonders leicht.

Liebe Kerstin, wie fühlt es sich an, eine Ausbildung zu ermöglichen – und wie hast du Lanas Entwicklung in diesem Prozess erlebt?

Kerstin Frank: Es ist immer noch unglaublich, dass wir durch Lana einen Ausbildungsplatz geschaffen haben, den „ersten“ an einer Schule in Hamburg. Lana meistert das super – sie arbeitet strukturiert, lässt sich auf neue Ereignisse ein, und wir entwickeln gemeinsam neue Strukturen innerhalb der Bibliothek. Dies zeigt, wie selbstbewusst sie geworden ist.