Die Ausbreitung des Corona-Virus (Sars-CoV-2) in Deutschland stellt uns auch in den Freiwilligendiensten vor eine unbekannte Herausforderung, die vermutlich die nächsten Wochen und Monate andauern wird. Generell verweisen wir zur Orientierung auf die Informationsseiten des Robert-Koch-Institut (www.rki.de) sowie die Auskünfte der örtlichen Gesundheitsämter. Außerdem stellen wir auf www.stadtkultur-hh.de/corona-virus/ Informationen zum Corona-Virus für die Hamburger Kultur bereit.

Für die grundsätzliche Freistellung von Freiwilligen vom Freiwilligendienst sehen wir zurzeit keine Veranlassung. Nachstehend teilen wir mit euch unseren aktuellen Kenntnisstand. Dieser basiert auf den Informationen, die das BMFSFJ für die Freiwilligendienste herausgebracht hat. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Hinweise zu den Bildungstagen

Aufgrund der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2/COVID-19) und des damit zusammenhängenden Veranstaltungsverbots werden vorerst keine BFD-Fortbildungen stattfinden.  Wenn möglich, probieren wir ausgewählte Fortbildungen als Webinare durchzuführen oder euch Informationsmaterial per Email zukommen zu lassen. Die vertraglich verpflichtende Teilnahme der Freiwilligen* an den Bildungstagen ist nicht aufrecht zu halten. Abgesagte Seminartage gelten als abgeleistet. Freiwillige, die zu Fortbildungen angemeldet sind, bekommen diese Fortbildungstage somit anerkannt. Diese Regelung gilt vom 16. März bis zum 31. Mai 2020. Dass Freiwillige* nicht an den Bildungsangeboten teilnehmen, entbindet sie nicht vom Freiwilligendienst.

Bildungstage im Rahmen der Politischen Bildung für Freiwillige* U27: Aufgrund der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2/COVID-19) bleiben laut Mitteilung des BAFzA vom 13. März 2020 und letzter Aktualisierung vom 21. April 2020 alle Bildungszentren des Bundesamtes bis einschließlich 29. Mai 2020 geschlossen.

Neu: BFD bis zu 24 Monate möglich

Nach Mitteilung des Bundes vom 7. April sind Verlängerungen von Vereinbarungen über 18 Monate hinaus und bis zu 24 Monate für alle Freiwilligen* möglich, wenn sich diese während der Corona-Pandemie in Einrichtungen, die akut Unterstützung brauchen, engagieren wollen. Nach Mitteilung vom 8. April ist es weiterhin möglich, dass Freiwillige*, die ihren Dienst schon beendet haben und 18 Monate im Dienst waren, erneut sechs Monate Dienst leisten.

Freiwillige* nicht grundsätzlich vom BFD entbunden (gültig ab 16. März 2020):

Nach derzeitigem Stand sind Freiwillige grundsätzlich nicht vom Freiwilligendienst entbunden. Es gilt aber, dass Freiwillige* vom Freiwilligendienst befreit sind, wenn:

  • die Einsatzstelle geschlossen wurde und es keine Alternative gibt (z. B. Außenstelle der Einsatzstelle, die nicht betroffen ist).
  • sich die Einsatzstelle in einer zur Infektionseindämmung gesperrten Region befindet.
  • eigene Kinder zu Hause betreuen werden müssen, weil deren Kita/Schule geschlossen wurde.  
  • Freiwillige selbst unter Quarantäne gestellt sind. 

Hinweise an Einsatzstellen

In konkreten Einzelfällen müssen die Verantwortlichen in den Einsatzstellen eine Einschätzung der Gefahrenlage etwa in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden vornehmen und eine Abwägung zwischen dem konkreten Gefährdungspotential für die Freiwilligen* und der Aufrechterhaltung der dienstlichen Verpflichtungen in den Einsatzstellen treffen. Auch sind alternative und ungefährliche Einsatzmöglichkeiten (z. B. Home Office) zu prüfen. Gegenüber Freiwilligen* u18 ist die Fürsorgepflicht in besonderer Weise zu beachten (Jugendschutzgesetz), aber auch gegenüber Lebensälteren wegen ihrer besonderen Gefährdung.

Der Bund weist für die Vereinbarungen im BFD darauf hin, dass es sich bei zwangsweiser Schließung von Einrichtungen objektiv um Situationen höherer Gewalt handelt, die nicht zulasten der Freiwilligen* ausgelegt werden dürfen. Die entsprechenden Zuschüsse des Bundes für die Freiwilligenplätze (für Taschengeld und Sozialversicherung) werden demnach seitens des Bundes weiter geleistet.

Ansonsten gilt ab sofort (13. März 2020):

  • Freiwillige*, die im persönlichen Umfeld einen Corona-Fall haben und deswegen selbst unter Quarantäne stehen oder die aus einer Region/Stadt kommen, die zur Infektionseindämmung gesperrt ist, müssen natürlich nicht erscheinen und gelten als entschuldigt.
  • Freiwillige* sind darauf hinzuweisen, dass sie bei Krankheitssymptomen nicht erscheinen sollen, dafür aber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (bzw. telefonische Anforderung AU-Bescheinigung, siehe unten) beizubringen haben.
  • Freiwillige* auf die Hygienemaßnahmen hinweisen. Dafür z. B. die Hinweise des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de) beachten.
  • Freiwillige* mit Erkältungssymptomen und Fieber unverzüglich nach Hause und zum Arzt schicken (AU-Bescheinigung).
  • Freiwillige*, die aus eigener Angst oder Angst ihrer Sorgeberechtigten vor Ansteckung nicht in der Einrichtung erscheinen, brauchen eine AU-Bescheinigung, es sei denn die Einrichtung trifft aus Fürsorgegründen eine kulantere Regelung.

Telefonische Anforderung AU-Bescheinigung

Abweichend von den gesetzlichen Regelungen zur Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit gilt seit dem 9. März 2020 laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: Wenn Freiwillige selbst leichte Krankheitssymptome wie Atemwegsbeschwerden aufweisen, können sie, wie alle anderen Beschäftigten auch, sich nach telefonischer ärztlicher Konsultation für bis zu sieben Tage krankschreiben lassen, ohne die ärztliche Praxis persönlich aufsuchen zu müssen.

Langeweile zu Hause?

Wir haben hier ein paar Ideen zu digitalen Angeboten zusammengetragen!

BFD Kultur und Bildung