Die Ausbreitung des Corona-Virus (Sars-CoV-2) in Deutschland stellt uns auch in den Freiwilligendiensten vor eine unbekannte Herausforderung, die vermutlich die nächsten Wochen und Monate andauern wird. Generell verweisen wir zur Orientierung auf die Informationsseiten des Robert-Koch-Institut (www.rki.de) sowie die Auskünfte der örtlichen Gesundheitsämter. Außerdem stellen wir auf www.stadtkultur-hh.de/corona-virus/ Informationen zum Corona-Virus für die Hamburger Kultur bereit.

Für die grundsätzliche Freistellung von Freiwilligen vom Freiwilligendienst sehen wir zurzeit keine Veranlassung. Nachstehend teilen wir mit euch unseren aktuellen Kenntnisstand. Dieser basiert auf den Informationen, die das BMFSFJ für die Freiwilligendienste herausgebracht hat. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Hinweise zu den Bildungstagen

Aufgrund der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2/COVID-19) und des damit zusammenhängenden Veranstaltungsverbots werden vorerst vom 16. März 2020 bis zum 30. April 2020 keine BFD-Fortbildungen mehr stattfinden. Freiwillige, die bereits zu Fortbildungen angemeldet sind, bekommen diese Fortbildungstage anerkannt. Dass Freiwillige* nicht an den Bildungsangeboten teilnehmen, entbindet sie nicht vom Freiwilligendienst.

Ansonsten gilt ab sofort (16. März 2020):

Nach derzeitigem Stand sind Freiwillige grundsätzlich nicht vom Freiwilligendienst entbunden. Es gilt aber, dass Freiwillige vom Freiwilligendienst befreit sind, wenn:

  • die Einsatzstelle geschlossen wurde und es keine Alternative gibt (z. B. Außenstelle der Einsatzstelle, die nicht betroffen ist).
  • sich die Einsatzstelle in einer zur Infektionseindämmung gesperrten Region befindet.
  • eigene Kinder zu Hause betreuen werden müssen, weil deren Kita/Schule geschlossen wurde. Aktuell: Ab dem 16.3.2020 sind alle Hamburger Schulen und Kitas bis zum 19.4.2020 geschlossen. 
  • Freiwillige selbst unter Quarantäne gestellt sind. 

Hinweise an Einsatzstellen

In konkreten Einzelfällen müssen die Verantwortlichen in den Einsatzstellen eine Einschätzung der Gefahrenlage etwa in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden vornehmen und eine Abwägung zwischen dem konkreten Gefährdungspotential für die Freiwilligen* und der Aufrechterhaltung der dienstlichen Verpflichtungen in den Einsatzstellen treffen. Auch sind alternative und ungefährliche Einsatzmöglichkeiten (z. B. Home Office) zu prüfen. Gegenüber Freiwilligen u18 ist die Fürsorgepflicht in besonderer Weise zu beachten (Jugendschutzgesetz), aber auch gegenüber Lebensälteren wegen ihrer besonderen Gefährdung.

Telefonische Anforderung AU-Bescheinigung

Abweichend von den gesetzlichen Regelungen zur Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit gilt seit dem 9. März 2020 laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für die kommenden vier Wochen: Wenn Freiwillige selbst leichte Krankheitssymptome wie Atemwegsbeschwerden aufweisen, können sie, wie alle anderen Beschäftigten auch, sich nach telefonischer ärztlicher Konsultation für bis zu sieben Tage krankschreiben lassen, ohne die ärztliche Praxis persönlich aufsuchen zu müssen.

Langeweile zu Hause?

Wir haben hier ein paar Ideen zu digitalen Angeboten zusammengetragen!

BFD Kultur und Bildung